Hallo,

soeben geriet ein Artikel der “Lübecker Nachrichten” ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit. Thematisiert wird ein Besucher einer 8.Klasse bei der Bundeswehr, bei der sich der für die Führung zuständige Oberstabsfeldwebel offensichtlich sehr enthusiastisch über einen AGSHP äußerte. Er sagte in etwa folgendes “Er prahlte, dass das Schießkino tausendmal besser wäre als jedes Spiel auf der Konsole zu Hause”, was einige der Eltern mit den Worten “Wir versuchen unsere Kinder von Ballerspielen fernzuhalten – und dann passiert in der Kaserne so was!”.

Liebe Eltern, was habt Ihr erwartet, wo eure Kinder hingehen? In der 8. Klasse müssen, soweit ich informiert bin, noch alle Ausflüge von den Eltern genehmigt werden, keiner kann sagen, dass Sie nicht wussten, auf was Sie sich einlassen. Das ist kein Zoo oder ein Kunstmuseum, das ist die Verteidigungsarmee dieses Landes! Die Äußerung des Oberstabsfeldwebel ist doch absolut schlüssig, die Simulation innerhalb des AGSHP ist selbstverständlich viel realistischer, als der Shooter auf der Heimischen Konsole. Was er nicht hätte sagen sollen, ist das Wort “besser”, auch wenn ich hier mit Ihm übereinstimme.

Was mich persönlich aufregt, ist die Tatsache, dass wieder pauschalisiert wird, dass das Spielen von Computerspielen, nicht zwangsläufig “Killerspiele”, grundsätzlich potentielle Attentäter heranzieht und unschuldige kleine Schulkinder zu soziopatischen Amokläufern mutieren lässt. Grundsätzlich spielt jeder Amokläufer zuhause Killerspiele, ohne das es jemand wusste, ohne dass das jemand gemeldet hat oder ihm aus dem Strudel des Bösen herausgeholfen hat..Ich glaube es hackt!

Vorhin habe ich in einem Forum einen zum Thema passenden Kommentar gelesen, der genau meine Meinung widerspiegelt. “Nicht Killerspiele machen Amokläufer, Eltern machen Amokläufer”.

George

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