Menschen und was sie antreibt…

September 6th, 2008 by George Bernard Shaw

Servus,

meine verehrten Damen und Herrn Leser, hier melde ich mich wieder, nach etwas längerer Abwesenheit.

Der Grund für diesen Blogeintrag ist, dass ich Zeit habe, zuviel Zeit. Vor 6 Monaten waren diese Worte noch ein Ding der Unmöglichkeit, allerdings hat sich seit dem einiges geändert, z.B. habe ich mir seit dem ein Notebook zugelegt, ein Medion Akoya Mini E1210, welches ich vor kurzem beim Aldi erstehen konnte…ich halte es für einen fähigen Alltagsbegleiter…

…außerdem haben sich mein Arbeitgeber und meine Alltagskleidung geändert. Ich arbeite jetzt für einen massiv größeren Arbeitgeber, einen staatlichen, der mir einen langfristigen Arbeitsplatz bieten kann und sogar freiwillig für meine Verpflegung aufkommt, was will man mehr. Die Arbeitskleidung ist allerdings etwas fad…alles recht “grün”..um genau zu sein, flecktarn.

Ich befinde mich mehr oder weniger mitten im Grundwehrdienst. Meine Grundausbildung habe ich überlebt und so verrichte ich also nun meinen herkömmlichen Dienst als IT-Soldat.

Anfangs war ich froh, eine Stelle zu erhalten, in der ich meine beruflichen Fähigkeiten auch anwenden konnte, was beim Bund bei weitem nicht selbstverständlich ist. Ich habe Kameraden (was ein anderes Wort für “Mitgefangener” ist ;-) ), die trotz einer vorangegangenen Ausbildung als KFZ-Mechatroniker als Schreibkraft eingesetzt wurde).

Mittlerweile wurde ich aber eines besseren belehrt. Ich hätte genau so gut in eine andere beliebige Abteilung gesteckt werden können, ohne dass sich mein Tätigkeitsfeld wesentlich verändert hätte. Ich hatte mir ausgemalt, etwas sinnvolles zutun, evtl. bei der Systemadministration zu assistieren oder produktiv in einer anderen Abteilung eingesetzt zu werden, effektiv halt, ne?!?

Die Realität sieht aber anders aus…eigentlich tue ich sogar gar nichts…sobald mein Dienst beginnt, setze ich mich zu meinen Kameraden an einen Tisch, um dort zu warten, dass ich von meinem Vorgesetzten einen Auftrag erhalte…der bedauerlicher Weise, bis auf wenige Ausnahmen, nicht kommt. Wenn ein Auftrag kommt, hat dieser meist damit zu tun, dass etwas von A nach B muss, oder von B wieder zurück.

Generell tut man bei der Bundeswehr nicht allzu viel, während der Grundausbildung findet man sie aufs übelste Scheiße, danach sehnt man sich nach etwas Action, um den tristen Alltag los zu werden.

Was macht man, wenn man zu viel Zeit und zu wenig zu tun hat? Ich weiß nicht, was Ihr macht, aber ich denke nach. Seit neustem über ein Thema, auf das ich von dem Buch gebracht wurde, welches ich gerade, übrigens während der Dienstzeit, lese. Das Buch heißt “Forgotten Realms 13 - Schwarzer Zauber” von R.A. Salvatore. Wie sich anhand des Namens einfach erkennen lässt, ist es der 13. Teil der “Forgotten Realms” Reihe, ein Urgestein in Sachen Fantasy.

Innerhalb dieser Reihe gibt es einen Charakter, einen Meuchelmörder, Artemis Entreri, der aufgrund bestimmter Umstände gezwungen wird, seine Ziele im Leben zu überdenken. Das bringt mich zu der Frage, ob es so etwas überhaupt noch gibt, das Menschen Zeile vor Augen haben, die es im Leben zu erreichen gilt.
Quasi der persönliche Sinn des Lebens, das, was man erreichen muss, um sagen zu können, dass man glücklich sterben kann.

In einem jungen Leben sind diese Ziele mehr oder weniger klar, einen Schulabschluss bekommen, einen Beruf erlernen, sofern möglich, Astronaut, Tierärztin, Feuerwehrmann oder schlicht und ergreifend Deutschlands nächster Superstar, aber was dann, wenn man nun einen Beruf hat, eigenes Geld verdient und die Tage anfangen, einander mehr zu gleichen, als man das vielleicht will.

Was, wenn das gesteckte Ziel erreicht ist? Genau, ein neues Ziel muss her, evtl. die eigene berufliche Qualifikation verbessern, einen höheren Schulabschluss erwerben oder eine Fremdsprache lernen. Das Probleme an solchen Zielen, ist Ihre kurzfristige Erreichbarkeit. Was nach der Fremdsprache? Was nach dem Schulabschluss? Klassische Ziele sind Haus, Boot, Sportwagen, Karriere machen…und nicht zu vergessen das Finden der wahren Liebe und das Gründen einer Familie (z.T. in anderer Reihenfolge :-) )

Ich denke, es gibt keine großen Ziele (mehr) im Leben der Menschen von Heute, zumindest habe ich keines, keines was ich als “Erfüllung” meines Lebens bezeichnen würde, nichts, was ich bräuchte um glücklich zu werden.

Noch 120 Tage, bis ich meinen Grundwehrdienst beendet habe, danach steht das nächste “kleine” Zeil bevor…eben die berufliche Qualifikation verbessern, ggf. die Fremdsprache…

…aber ein großes Ziel fehlt mir dennoch…

George

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Deutschland, Überwachungsstaat

September 10th, 2007 by George Bernard Shaw

Hallo,

kann mir jemand erklären, was gerade in der Welt los ist? Es wird darüber diskutiert, “Trojaner” im Namen der Nationalen Sicherheit auf den Rechnern von potentiell verdächtigen Menschen zu installieren, deren Wohnung (und die Wohnungen von Freunden des potentiell Verdächtigen) zu durchsuchen, notfalls sogar, ohne den potentiell Verdächtigen, selbst wenn der Verdacht entkräftet wird, über die getroffenen Maßnahmen zu informieren…

Menschen, die eine Bespitzelung bemerkt haben, weil unter Ihrem Auto eine dicke Wanze gehangen hat, werden bestraft, weil sie diese entfern/verkauft haben…in Ballungsgebieten sollen bald ferngesteuerte Kamera-Drohnen herumfliegen…

Chinesische “Hacker” greifen Regierungen anderer Länder an und wappnen sich für einen “Krieg im Cyberspace”…die Amerikaner fühlen sich herausgefordert und starten ein virtuelles Wettrüsten, um laut Aussagen von Pressesprechern auf “den Terror aus dem Cyberspace” vorbereitet zu sein…im Gegenzug behaupten die Chinesen, bis zum Jahre 2010 im Stande zu sein, einen “Krieg im Cyberspace” zu gewinnen.

Irgendwas stimmt doch hier nicht? Da haben wohl einige zu lange kein Feindbild mehr gehabt oder auf den roten Knopf gedrückt…

Irgendwas läuft hier falsch…

George

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Adios Paris!

Juni 12th, 2007 by George Bernard Shaw

Hallo,

chr!s (und einige andere) hat es vorgemacht, ich mache es nach und gebe mal meinen Senf zu der werten Miss Hilton.

Ich habe mich über den Umstand, dass die werte Dame erst nur 23 Tage in Haft verbringen sollte, wirklich aufgeregt…weil jemand pünktlich zu einer Gerichtsverhandlung erscheint, wird die Haftstrafe fast halbiert?…wusste nicht, dass das in den USA so gehandhabt wird…(ob der Normalbürger diesen Vorzug auch erhält?!)

Dann ist Sie endlich im Knast, ist sie auch flux wieder draußen und darf zuhause, in einer Multi Millionen Dollar Villa Ihre Strafe verbringen…unter Hausarrest und mit Fußfessel versteht sich.

Dann scheint die Justiz aber mal wieder wach geworden zu sein und ein kompetenter Richter hat die dekadente Miss Hilton wieder gen Knast geschickt. Jetzt aber für die gesamte Zeit von 45 Tagen. Kaum atmet das Luxusluder wieder gesiebte Luft, terrorisiert sie nicht mehr die Fernsehzuschauer mit der zur Schaustellung Ihrer Dummheit, Dekadenz und Ignoranz, sondern nunmehr das Gefängnispersonal.

Angeblich verweigerte die werte miss Hilton aus Angst, auf der Toilette fotografiert zu werden, tagelang die Nahrungsaufnahme (wenn Sie das noch länger macht, erledigt sich das Problem von selbst ;-) ). Was mir unlogisch vorkommt, ist die Tatsache, dass sich Paris Hilton selber beim Sex, beim Einnehmen von Drogen, bei der Selbstbefriedigung und zahlreichen anderen Dingen selber gefilmt hat, die ich als “peinlich” bezeichnen würde, sofern die an die Öffentlichkeit kommen, aber Fotos auf dem Klo…ne.

Jetzt scheint sich der Luxusentzug massiv auf die Psyche der werten Miss Hilton auszuwirken (wo nichts ist, kann auch nichts kaputt gehen :-) ) , weshalb sie auf eine Beobachtungszelle auf der Krankenstation verlegt wurde. Das finde ich ebenfalls lustig, vorher hatte Ihre Zelle eine undurchsichtige Stahltür mit Sichtschlitz…jetzt hat Ihre Zelle eine Glastür…wenn das mal nicht eine massive Verbesserung in Sachen “peinliche Fotos ist” ;-)

Nun kommt die Schwester der werten Miss Hilton zu Besuch und darf, im Gegensatz zu Normalsterblichen, Ihr Handy mit ins Gefängnis nehmen…warum macht man hier eine Ausnahme? Würde sie auch eine Schrotflinte mit hinein nehmen dürfen?

Aber nicht nur chr!s und ich mögen Glamourgirlies nicht, auch einige Amerikaner schienen etwas gegen Sie zu haben, weshalb sie GoAwayParis.com geschaffen haben.

Ich bin der Meinung, dass es immer Menschen wie Paris Hilton geben wird und das Beiträge wie der, den ich gerade schreibe Ihrer Popularität nicht gerade abträglich sind, aber ich bin auch der Meinung, dass man an solchen Persönlichkeiten nicht viel ändern kann. Ob sie nun Paris Hilton, Lindsay Lohan oder Daniel Kübelböck heißen, es gibt auch immer Leute, die solche Persönlichkeiten toll finden und solange es Anhänger dieser Persönlichkeiten gibt, wird es weitere Luxusluder geben, die unseren Medienalltag verunstalten.

Ich schließe mich den Worten meiner amerikanischen Kollegen an und schließe mit den Worten:

Go away Paris!

go_away_paris

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Möchtegern DJs oder “Wie betrüge ich die GEMA”…?!

Mai 15th, 2007 by George Bernard Shaw

Hallo,

kennt Ihr das, Ihr sitzt in der Bahn oder im Bus und einer (oder im schlimmsten Fall sogar mehrere) meist Jugendliche Halbstarke sind der Meinung, den Rest der Besatzung (an dieser Stelle kommt ein Hauch von “Star Trek Feeling” auf, finde ich ;-) ) an Ihrer Musik teilhaben zu lassen, evtl. ist es auch weniger menschliche Nächstenliebe, als viel mehr die Ermangelung von ausreichenden finanziellen Mitteln zum Erwerb eines neumodischen Gerätes, welches im allgemeinen Volksmund schlicht “Kopfhörer” genannt wird und es dem Anwender ermöglicht, Musik unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit zu hören.

Jedenfalls dudelt entweder der MP3-Player oder das Handy auf voller Lautstärke durch das jeweilige Verkehrsmittel und verbreitet entweder HipHop vom Feinsten, oder orientalische Lobeshymnen, dass es einem die Sprache verschlägt.

Ich höre (auch) gern Musik, einige Titel sogar gerne relativ laut, allerdings nicht “laut”, so dass ich mein Umfeld evtl. damit belästige, sondern über einen Kopfhörer, damit ich, wenn ich neben jemandem sitze, dem meine Musikrichtung nicht zusagt, diesen Jemand nicht störe.

Werte Leser (ganze 4 Mannen und Therese, welchen meinen Blog regelmäßig besuchen… ;-) ), wie denkt Ihr über das Thema, sollte man seine Musik auf oben genannte Weise anderen näher bringen oder doch dezent für sich behalten?

George

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