Category: Diskussion


Die Bundesagentur für Arbeit

Es fing alles mit einer eMail in meinem Firmenpostfach an, in der ich von einem Schulungsunternehmen darüber informiert wurde, dass ich an einer kostenfreien Schulung und Zertifizierungsprüfung teilnehmen könne. Gegenstand der Schulung und Zertifizierung war MCITP 2008, der auf dem freien Markt etwa 5000€ kostet.

Allerdings müssen div. Bedingungen erfüllt werden, um die Schulung wahrnehmen zu können. Entweder, man ist über 55 (trifft auf mich nicht zu :-( ), man ist “gering qualifiziert”, hat also weder eine abgeschlossene Ausbildung, noch eine höhere Schulbildung (trifft auf mich nicht zu :-( ) oder man hat bereits seit 4 Jahren eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem entsprechnden Bereich, damit die Schulung zu einer Verbesserung der Qualifikation führen würde (trifft auf mich nicht zu :-( ).

Leider trifft nichts davon auch mich zu, meine Ausbildung ist erst 3,5 Jahre her ;-(. Ich informierte mich also bei unserem angestammten Schulungsunternehmen, was ein MCITP bei Ihnen kostet, da ich diese Zertifizierung eh früher oder später ablegen wollte. Das Ergebnis war eine Zahl, die sich nicht gut mit dem Schulungsbudget vertragen hat, also keine Chance, die Schulung zum normalen Preis wahrnehmen zu können. Mein Berater beim Schulungsunternehmen gab mir aber den Tip mich bei der Bundesagentur für Arbeit zu informieren, angeblich machen die ggf. eine Ausnahme und würden die Kosten einer solchen Schulung übernehmen.

Ich also eine Mail geschrieben, dass ich mich dafür interessiere und was ich tun müsse, um eine solche Schulung zu erhalten. Die Antwort kam einen Tag später und sagte, dass eine solche Förderung natürlich möglich ist, ich mich aber mit einem Berater in Verbindung setzen müsse, um eine solche zu erhalten.

Ich also einen Beratungstermin haben wollen und die Hotline der BAFA angerufen um einen solchen zu bekommen. Wiedererwartend konnte ich aber keinen vereinbaren, da zuerst einige Dinge geklärt werden mussten.

Wie alt sind Sie?
Welcher ist Ihr beruflicher Werdegang?
Welche Sprachen sprechen Sie?
Was für Weiterbildungen haben Sie bisher besucht?
Haben Sie Zertifizierungen?
Haben Sie einen Führerschein?
Haben Sie ein eigenes Fahrzeug um zur Arbeit zu gelangen?
Was für einen Schulabschluss haben Sie?
Wie lautet Ihre Rentenversicherungsnummer?

Es waren noch einige weitere Fragen, die keineswegs benötigt werden, um einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Das Ende vom Lied, ich bekomme eine Mail (die Adresse wurde übrigens ebenfalls erfragt…) mit einem Terminvorschlag meiner zuständigen Sachbearbeiterin.

Ich erhielt also tatsächlich eine Mail, in der meine Betreuerin sagte, dass der nächste freie Termin der 29. September ist und dieser ja eigentlich unnötig ist, alles was ich zum Thema Schulung und Förderung wissen wolle, könne ich auch auf der Homepage nachschlagen. Ob ich nach wie vor einen Termin wollte. Ich ließ die Mail vorerst unbeantwortet.

Heute erhielt ich einen Brief von der BAFA, ich wäre ja seit dem 10.08.2010 als “Arbeit suchend” gemeldet und solle doch bitte die angehängten 25 Seiten an Formularen ausfüllen um die Einzelheiten zur ausstehenden Jobvermittlung zu klären. In den Formularen wird nach meinen Qualifikationen, Wunschberufen, Bereitschaft zum pendeln und anderem Scheiß gefragt. Auf einer Seite gibt es einen drei zeiligen Abschnitt, in dem man eintragen kann, was man beim nächsten Treffen mit dem Berater besprechen möchte.

Ich war erstmal Baff und wollte die Papiere gerade entsorgen und mich auf ewig von der BAFA verabschieden, als mir der Gedanke kam, dass das evtl. ein böses Nachspiel haben würde. Ich also nochmal bei der BAFA angerufen und erfragt, wie mein derzeitiger Status in der Datenbank der BAFA sei. Eine freundliche Mitarbeiterin teilte mir mit, dass das ganz normal sei, wenn man sich über Schulungen informiert, wird man ganz von alleine erstmal auf “Arbeit suchend” gesetzt und dann später händisch wieder auf “Rat suchend” umgestellt. Das Formular bekommen alle, die bei der BAFA anrufen. 0_o

Ich argumentierte dann, dass das aber eine Menge Informationen sind, die nicht unbedingt relevant sind, um mir meine Fragen nach einer geförderten Weiterbildungsmaßnahme zu beantworten. Darauf, die BAFA-Mitarbeiterin “Ja, das können Sie ja dann frei lassen”. 0_o 25 Seiten Papier, gebraucht sind diese drei Zeilen, in die Ich mein Anliegen eintrage…krass.

Ich denke, ich werde mir keinen Termin geben lassen und einen Haken an die Angelegenheit mit dem Titel “BAFA” machen…

George

Der Bundesgerichtshof hat heute darüber entschieden, ob ein offenes WLAN, welches von Dritten für “zwielichtige” Aktivitäten genutzt wird, dem Betreiber zum Verhängnis werden kann.

Das Urteil ist recht Verbraucher freundlich ausgefallen, demnach kann zwar eine Unterlassung des Betriebs, allerdings kein Schadenersatz vom Betreiber gefordert werden. Eine solche Forderung nach Unterlassung kostet den Betreiber des WLAN maximal 100€, eine Abmahnung würde massiv mehr kosten.
Allerdings ist man dazu verpflichtet, sein WLAN mit den “zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme üblichen Sicherheitsvorkehrungen” abzusichern.

*Furzgeräusch*

Was ist denn bitte eine “übliche Sicherheitsvorkehrung”? RADIUS? WEP? 2048bit SSL-VPN?

In diesem besonderen Fall hat der Betreiber nachweisen können, dass er zum Zeitpunkt des Verstoßes in Urlaub war, hätte er das nicht gekonnt, wäre er wohl nicht so einfach davon gekommen.

Wie sieht das jetzt aus, wenn ein Fachkundiger, wie z.B. “Ich” ein offenes WLAN betreibt, ggf. sogar aus voller Absicht und hier jemand Schindluder damit treibt? Hätte ich dagegen vorgehen müssen, weil ich ja wissen sollte, was ich tue? Muss ich erst in den Urlaub fahren, damit ich schuld-frei bin? Alles sehr undurchsichtig und vor allem mit massiven Gerichtskosten verbunden, wenn man tatsächlich mal in diese Situation kommt…

George

Hausstürmung

Hallo,

gerade bin ich via gulli.com auf diesen Blogeintrag aufmerksam gemacht worden, in dem ein Krankenpfleger (und PIRAT) Opfer einer Hausstürmung wird. Ich bezeichne dies nicht mehr als Hausdurchsuchung, da die notwendigen Voraussetzungen nicht vorgelegen haben, dass macht diesen Vorgang zu nichts anderem, als einen gemeinen Einbruch.

Leider scheint es zur Gewohnheit zu werden, dass sich die Exekutive mehr und mehr Freiheiten heraus nimmt ohne eine Ahndung fürchten zu müssen. Früher oder später, sofern (oder sobald) sich solche Vorfälle häufen, wird es ein wachsendes (noch stärker wachsendes) Misstrauen, gegen alles was eine Uniform trägt, geben.

Ich möchte nicht wissen, wie viele der durchgeführten Hausdurchsuchungen legal sind.

Für alle, die sich auch mal mit einer Hausstürmung konfrontiert sehen, hier einige Punkte, die man ggf. auswendig lernen sollte.

Original von xe3tec von HIER

    Hausdurchsuchung

Was tun wenn Post von der Polizei kommt?
Was tun bei einer Hausdurchsuchung? Was darf die Polizei? Was sind deine Rechte?
Was tun wenn man mit zur Wache muss?
Wie geht es danach weiter?

    Vor einer Durchsuchung:

- Falls Post kommt, z.B. eine Einladung vor die Polizei: man muss den Termin NICHT wahrnehmen – niemand ist verpflichtet bei der Polizei zu erscheinen ( bei Vorladung von Staatsanwalt gilt dies nicht!)

    Zur Durchsuchung:

- Durchsuchungen in der Regel früh am Morgen zwischen 6-8 Uhr, vor allem am Wochenende
- „Sie haben das Recht zu schweigen“. Man muss NICHTS sagen
- Die Polizei MUSS sich ausweisen können
- Die Polizei MUSS einen Durchsuchungsbeschluss vorzeigen können
- Der Tatverdacht muss so erklärt sein, dass man herauslesen kann WAS und WO man etwas verbrochen hat
- Man kann eine Kopie verlangen – Die Polizei MUSS an Ort und Stelle eine Kopie aushändigen
- Man hat das Recht den Beschluss zu lesen, bevor die Polizei die Wohnung betritt
- Im Beschluss ist/muss festgeschrieben (sein), WO durchsucht werden darf , sprich welche Räume + sonstige Nebengelasse ( Keller, Gartenhütte , Hosentaschen …)
- Personendurchsuchung ist auch gestattet (USB Sticks etc dürfen beschlagnahmt werden)
- Man darf zur Durchsuchung Zeugen hinzu ziehen – ein Polizist darf KEIN Zeuge sein
- Zeugen sind NICHT verpflichtet auszusagen oder Informationen zu bringen ( Familie, Freundin etc..), weder bei der Durchsuchung noch bei einer späteren Vorladung bei der Polizei (NUR verpflichtet wenn Staatsanwalt sie vorläd)
- Während der Durchsuchung darf man sich frei bewegen, telefonieren! Etc. Man darf sogar die Wohnung verlassen(zur Arbeit o.ä.).
- Ein Protokoll der Durchsuchung muss von der Polizei geführt werden
- MAN MUSS NICHT BEI DER DURCHSUCHUNG MITWIRKEN – Man muss keine Türen, Schränke o.ä. öffnen
- Beweismittelvernichtung/-versuch ist verboten –> Verdunkelung
- NIE mit der Durchsuchung einverstanden erklären – auf Durchsuchungsbeschluss Kreuz bei „Durchsuchung zugestimmt“ NEIN – am besten noch einmal darunter schreiben, damit niemand ein Kreuz setzen oder ändern kann
- Man muss NICHTS unterschreiben
- Am besten NICHT in ein Gespräch verwickeln lassen und KEIN „freundschaftliches“ Gesprächsverhältnis aufbauen (kumpelhafte Atmosphäre) –> Gefahr von Informationsfreigabe
- Rechtsbeistand darf nicht von der Polizei versagt werden , also Anwalt anrufen
- Man ist NICHT verpflichtet Passwörter rauszugeben (Schweigerecht + man muss nichts sagen was einen selbst belastet)
- Drohung mit U-Haft nicht Ernst nehmen – Haftbeschluss nötig bzw Haftgründe (Fluchtgefahr – Verdunkelungsgefahr) – Festhaltemöglichkeit : 24 Uhr des Folgetages (falls nichts weiter vorliegt)
- Lieber mal 1 Tag U-Haft einem Geständnis vorziehen
- Onlinedurchsuchung bisher rechtswidrig (bis auf NRW)

    Nach der Durchsuchung:

- Mitnahme auf die Wache ist ok – man ist nicht verpflichtet mitzuwirken – man muss nichts unterschreiben
- Vernehmung/-protokoll muss man NICHT mitmachen

    Nach Abschluss der Ermittlungen:

- Nach Abschluss der Ermittlungen : Rückgabe der Hardware ( Regelfall nach 6-9Monaten), Sachschadensersatz ab 25€ (Beschädigungen bei Durchsuchung), U-Haft bringt 11€ pro Tag

    Tipps zum Schluss:

- man könnte ja Sicherheitskopien machen wollen –> Zeit nutzen
- PC ausschalten/ Steckdose ausschalten, da PC ja eh mitgenommen wird , eventuell kann es dann passieren das die Verschlüsselung an geht (Verschlüsselung anschalten ist nicht rechtswidrig bzw es liegt keine Verdunkelung( Beweisvernichtung) vor, da die Daten weiterhin vorhanden sind, nur eben verschlüsselt)

© 2007 by xe3tec
Ergänzungen (soweit korrekt) dürfen mit Verfasser- und Datumsangabe hinzugefügt werden. Dieses Dokument darf überall verbreitet werden.

Vom Urheberrecht…

Hallo,

gerade bin ich bei meiner all morgendlichen Runde durch die Newsportale des Internets auf folgenden Artikel auf zdnet.de gestoßen: http://is.gd/4W2QQ-

In dem Artikel heißt es, dass Foren- und Bloggbetreiber nicht uneingeschränkt für urheberrechtlich geschütztes Material, welches auf Ihrer Plattform veröffentlicht wird, verantwortlich sind und dieses nur auf Anfrage des rechtmäßigen Eigentümers entfernen müssten.

Geschildert wird auch ein konkretes Beispiel, nach dem auf einer Plattform geschützte Bilder veröffentlicht wurden und die Verantwortliche nun Schadenersatz zahlen muss, weil Sie nicht ausreichend überprüft hat, ob die Bilder denn geschützt sind, oder nicht.

Nun meine Frage…wie soll ich denn prüfen, ob ein verwendetes Bild geschützt ist, oder nicht? Jemand postet in meinem Forum ein Bild einer süßen, kleinen, kuscheligen Mitzekatze. Jetzt wird von mir erwartet, dass ich in Erfahrung bringe, ob dieses seine eigene Mietze ist, oder ein exklusives Katzenmodel? Wie soll ich das bewerkstelligen, sofern kein Wasserzeichen auf dem Bild ist? Wie kann dies von mir erwartet werden?

Klar, dem Fotograf oder dem Rechteinhaber entsteht ein Schaden wenn sein aufwendig produziertes Katzenfoto public für jeden zugänglich im Internet zur Verfügung steht. Soll er sich melden, das Foto wird nach der Bestätigung seiner Ansprüche sofort entfernt, kein Problem. Aber anders macht es einfach keinen Sinn…vor allem hier einen Schadensersatz anzuordnen…

George

…und dann sowas

Hallo,

soeben geriet ein Artikel der “Lübecker Nachrichten” ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit. Thematisiert wird ein Besucher einer 8.Klasse bei der Bundeswehr, bei der sich der für die Führung zuständige Oberstabsfeldwebel offensichtlich sehr enthusiastisch über einen AGSHP äußerte. Er sagte in etwa folgendes “Er prahlte, dass das Schießkino tausendmal besser wäre als jedes Spiel auf der Konsole zu Hause”, was einige der Eltern mit den Worten “Wir versuchen unsere Kinder von Ballerspielen fernzuhalten – und dann passiert in der Kaserne so was!”.

Liebe Eltern, was habt Ihr erwartet, wo eure Kinder hingehen? In der 8. Klasse müssen, soweit ich informiert bin, noch alle Ausflüge von den Eltern genehmigt werden, keiner kann sagen, dass Sie nicht wussten, auf was Sie sich einlassen. Das ist kein Zoo oder ein Kunstmuseum, das ist die Verteidigungsarmee dieses Landes! Die Äußerung des Oberstabsfeldwebel ist doch absolut schlüssig, die Simulation innerhalb des AGSHP ist selbstverständlich viel realistischer, als der Shooter auf der Heimischen Konsole. Was er nicht hätte sagen sollen, ist das Wort “besser”, auch wenn ich hier mit Ihm übereinstimme.

Was mich persönlich aufregt, ist die Tatsache, dass wieder pauschalisiert wird, dass das Spielen von Computerspielen, nicht zwangsläufig “Killerspiele”, grundsätzlich potentielle Attentäter heranzieht und unschuldige kleine Schulkinder zu soziopatischen Amokläufern mutieren lässt. Grundsätzlich spielt jeder Amokläufer zuhause Killerspiele, ohne das es jemand wusste, ohne dass das jemand gemeldet hat oder ihm aus dem Strudel des Bösen herausgeholfen hat..Ich glaube es hackt!

Vorhin habe ich in einem Forum einen zum Thema passenden Kommentar gelesen, der genau meine Meinung widerspiegelt. “Nicht Killerspiele machen Amokläufer, Eltern machen Amokläufer”.

George

Menschen und was sie antreibt…

Servus,

meine verehrten Damen und Herrn Leser, hier melde ich mich wieder, nach etwas längerer Abwesenheit.

Der Grund für diesen Blogeintrag ist, dass ich Zeit habe, zuviel Zeit. Vor 6 Monaten waren diese Worte noch ein Ding der Unmöglichkeit, allerdings hat sich seit dem einiges geändert, z.B. habe ich mir seit dem ein Notebook zugelegt, ein Medion Akoya Mini E1210, welches ich vor kurzem beim Aldi erstehen konnte…ich halte es für einen fähigen Alltagsbegleiter…

…außerdem haben sich mein Arbeitgeber und meine Alltagskleidung geändert. Ich arbeite jetzt für einen massiv größeren Arbeitgeber, einen staatlichen, der mir einen langfristigen Arbeitsplatz bieten kann und sogar freiwillig für meine Verpflegung aufkommt, was will man mehr. Die Arbeitskleidung ist allerdings etwas fad…alles recht “grün”..um genau zu sein, flecktarn.

Ich befinde mich mehr oder weniger mitten im Grundwehrdienst. Meine Grundausbildung habe ich überlebt und so verrichte ich also nun meinen herkömmlichen Dienst als IT-Soldat.

Anfangs war ich froh, eine Stelle zu erhalten, in der ich meine beruflichen Fähigkeiten auch anwenden konnte, was beim Bund bei weitem nicht selbstverständlich ist. Ich habe Kameraden (was ein anderes Wort für “Mitgefangener” ist ;-) ), die trotz einer vorangegangenen Ausbildung als KFZ-Mechatroniker als Schreibkraft eingesetzt wurde).

Mittlerweile wurde ich aber eines besseren belehrt. Ich hätte genau so gut in eine andere beliebige Abteilung gesteckt werden können, ohne dass sich mein Tätigkeitsfeld wesentlich verändert hätte. Ich hatte mir ausgemalt, etwas sinnvolles zutun, evtl. bei der Systemadministration zu assistieren oder produktiv in einer anderen Abteilung eingesetzt zu werden, effektiv halt, ne?!?

Die Realität sieht aber anders aus…eigentlich tue ich sogar gar nichts…sobald mein Dienst beginnt, setze ich mich zu meinen Kameraden an einen Tisch, um dort zu warten, dass ich von meinem Vorgesetzten einen Auftrag erhalte…der bedauerlicher Weise, bis auf wenige Ausnahmen, nicht kommt. Wenn ein Auftrag kommt, hat dieser meist damit zu tun, dass etwas von A nach B muss, oder von B wieder zurück.

Generell tut man bei der Bundeswehr nicht allzu viel, während der Grundausbildung findet man sie aufs übelste Scheiße, danach sehnt man sich nach etwas Action, um den tristen Alltag los zu werden.

Was macht man, wenn man zu viel Zeit und zu wenig zu tun hat? Ich weiß nicht, was Ihr macht, aber ich denke nach. Seit neustem über ein Thema, auf das ich von dem Buch gebracht wurde, welches ich gerade, übrigens während der Dienstzeit, lese. Das Buch heißt “Forgotten Realms 13 – Schwarzer Zauber” von R.A. Salvatore. Wie sich anhand des Namens einfach erkennen lässt, ist es der 13. Teil der “Forgotten Realms” Reihe, ein Urgestein in Sachen Fantasy.

Innerhalb dieser Reihe gibt es einen Charakter, einen Meuchelmörder, Artemis Entreri, der aufgrund bestimmter Umstände gezwungen wird, seine Ziele im Leben zu überdenken. Das bringt mich zu der Frage, ob es so etwas überhaupt noch gibt, das Menschen Zeile vor Augen haben, die es im Leben zu erreichen gilt.
Quasi der persönliche Sinn des Lebens, das, was man erreichen muss, um sagen zu können, dass man glücklich sterben kann.

In einem jungen Leben sind diese Ziele mehr oder weniger klar, einen Schulabschluss bekommen, einen Beruf erlernen, sofern möglich, Astronaut, Tierärztin, Feuerwehrmann oder schlicht und ergreifend Deutschlands nächster Superstar, aber was dann, wenn man nun einen Beruf hat, eigenes Geld verdient und die Tage anfangen, einander mehr zu gleichen, als man das vielleicht will.

Was, wenn das gesteckte Ziel erreicht ist? Genau, ein neues Ziel muss her, evtl. die eigene berufliche Qualifikation verbessern, einen höheren Schulabschluss erwerben oder eine Fremdsprache lernen. Das Probleme an solchen Zielen, ist Ihre kurzfristige Erreichbarkeit. Was nach der Fremdsprache? Was nach dem Schulabschluss? Klassische Ziele sind Haus, Boot, Sportwagen, Karriere machen…und nicht zu vergessen das Finden der wahren Liebe und das Gründen einer Familie (z.T. in anderer Reihenfolge :-) )

Ich denke, es gibt keine großen Ziele (mehr) im Leben der Menschen von Heute, zumindest habe ich keines, keines was ich als “Erfüllung” meines Lebens bezeichnen würde, nichts, was ich bräuchte um glücklich zu werden.

Noch 120 Tage, bis ich meinen Grundwehrdienst beendet habe, danach steht das nächste “kleine” Zeil bevor…eben die berufliche Qualifikation verbessern, ggf. die Fremdsprache…

…aber ein großes Ziel fehlt mir dennoch…

George

Deutschland, Überwachungsstaat

Hallo,

kann mir jemand erklären, was gerade in der Welt los ist? Es wird darüber diskutiert, “Trojaner” im Namen der Nationalen Sicherheit auf den Rechnern von potentiell verdächtigen Menschen zu installieren, deren Wohnung (und die Wohnungen von Freunden des potentiell Verdächtigen) zu durchsuchen, notfalls sogar, ohne den potentiell Verdächtigen, selbst wenn der Verdacht entkräftet wird, über die getroffenen Maßnahmen zu informieren…

Menschen, die eine Bespitzelung bemerkt haben, weil unter Ihrem Auto eine dicke Wanze gehangen hat, werden bestraft, weil sie diese entfern/verkauft haben…in Ballungsgebieten sollen bald ferngesteuerte Kamera-Drohnen herumfliegen…

Chinesische “Hacker” greifen Regierungen anderer Länder an und wappnen sich für einen “Krieg im Cyberspace”…die Amerikaner fühlen sich herausgefordert und starten ein virtuelles Wettrüsten, um laut Aussagen von Pressesprechern auf “den Terror aus dem Cyberspace” vorbereitet zu sein…im Gegenzug behaupten die Chinesen, bis zum Jahre 2010 im Stande zu sein, einen “Krieg im Cyberspace” zu gewinnen.

Irgendwas stimmt doch hier nicht? Da haben wohl einige zu lange kein Feindbild mehr gehabt oder auf den roten Knopf gedrückt…

Irgendwas läuft hier falsch…

George

Adios Paris!

Hallo,

chr!s (und einige andere) hat es vorgemacht, ich mache es nach und gebe mal meinen Senf zu der werten Miss Hilton.

Ich habe mich über den Umstand, dass die werte Dame erst nur 23 Tage in Haft verbringen sollte, wirklich aufgeregt…weil jemand pünktlich zu einer Gerichtsverhandlung erscheint, wird die Haftstrafe fast halbiert?…wusste nicht, dass das in den USA so gehandhabt wird…(ob der Normalbürger diesen Vorzug auch erhält?!)

Dann ist Sie endlich im Knast, ist sie auch flux wieder draußen und darf zuhause, in einer Multi Millionen Dollar Villa Ihre Strafe verbringen…unter Hausarrest und mit Fußfessel versteht sich.

Dann scheint die Justiz aber mal wieder wach geworden zu sein und ein kompetenter Richter hat die dekadente Miss Hilton wieder gen Knast geschickt. Jetzt aber für die gesamte Zeit von 45 Tagen. Kaum atmet das Luxusluder wieder gesiebte Luft, terrorisiert sie nicht mehr die Fernsehzuschauer mit der zur Schaustellung Ihrer Dummheit, Dekadenz und Ignoranz, sondern nunmehr das Gefängnispersonal.

Angeblich verweigerte die werte miss Hilton aus Angst, auf der Toilette fotografiert zu werden, tagelang die Nahrungsaufnahme (wenn Sie das noch länger macht, erledigt sich das Problem von selbst ;-) ). Was mir unlogisch vorkommt, ist die Tatsache, dass sich Paris Hilton selber beim Sex, beim Einnehmen von Drogen, bei der Selbstbefriedigung und zahlreichen anderen Dingen selber gefilmt hat, die ich als “peinlich” bezeichnen würde, sofern die an die Öffentlichkeit kommen, aber Fotos auf dem Klo…ne.

Jetzt scheint sich der Luxusentzug massiv auf die Psyche der werten Miss Hilton auszuwirken (wo nichts ist, kann auch nichts kaputt gehen :-) ) , weshalb sie auf eine Beobachtungszelle auf der Krankenstation verlegt wurde. Das finde ich ebenfalls lustig, vorher hatte Ihre Zelle eine undurchsichtige Stahltür mit Sichtschlitz…jetzt hat Ihre Zelle eine Glastür…wenn das mal nicht eine massive Verbesserung in Sachen “peinliche Fotos ist” ;-)

Nun kommt die Schwester der werten Miss Hilton zu Besuch und darf, im Gegensatz zu Normalsterblichen, Ihr Handy mit ins Gefängnis nehmen…warum macht man hier eine Ausnahme? Würde sie auch eine Schrotflinte mit hinein nehmen dürfen?

Aber nicht nur chr!s und ich mögen Glamourgirlies nicht, auch einige Amerikaner schienen etwas gegen Sie zu haben, weshalb sie GoAwayParis.com geschaffen haben.

Ich bin der Meinung, dass es immer Menschen wie Paris Hilton geben wird und das Beiträge wie der, den ich gerade schreibe Ihrer Popularität nicht gerade abträglich sind, aber ich bin auch der Meinung, dass man an solchen Persönlichkeiten nicht viel ändern kann. Ob sie nun Paris Hilton, Lindsay Lohan oder Daniel Kübelböck heißen, es gibt auch immer Leute, die solche Persönlichkeiten toll finden und solange es Anhänger dieser Persönlichkeiten gibt, wird es weitere Luxusluder geben, die unseren Medienalltag verunstalten.

Ich schließe mich den Worten meiner amerikanischen Kollegen an und schließe mit den Worten:

Go away Paris!

go_away_paris

Möchtegern DJs oder “Wie betrüge ich die GEMA”…?!

Hallo,

kennt Ihr das, Ihr sitzt in der Bahn oder im Bus und einer (oder im schlimmsten Fall sogar mehrere) meist Jugendliche Halbstarke sind der Meinung, den Rest der Besatzung (an dieser Stelle kommt ein Hauch von “Star Trek Feeling” auf, finde ich ;-) ) an Ihrer Musik teilhaben zu lassen, evtl. ist es auch weniger menschliche Nächstenliebe, als viel mehr die Ermangelung von ausreichenden finanziellen Mitteln zum Erwerb eines neumodischen Gerätes, welches im allgemeinen Volksmund schlicht “Kopfhörer” genannt wird und es dem Anwender ermöglicht, Musik unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit zu hören.

Jedenfalls dudelt entweder der MP3-Player oder das Handy auf voller Lautstärke durch das jeweilige Verkehrsmittel und verbreitet entweder HipHop vom Feinsten, oder orientalische Lobeshymnen, dass es einem die Sprache verschlägt.

Ich höre (auch) gern Musik, einige Titel sogar gerne relativ laut, allerdings nicht “laut”, so dass ich mein Umfeld evtl. damit belästige, sondern über einen Kopfhörer, damit ich, wenn ich neben jemandem sitze, dem meine Musikrichtung nicht zusagt, diesen Jemand nicht störe.

Werte Leser (ganze 4 Mannen und Therese, welchen meinen Blog regelmäßig besuchen… ;-) ), wie denkt Ihr über das Thema, sollte man seine Musik auf oben genannte Weise anderen näher bringen oder doch dezent für sich behalten?

George

Powered by WordPress | Theme: Motion by 85ideas.