Category: Gejammer


Ich kam gestern nach hause und zuhause lag ein hässlicher gelber Brief, der mir jedesmal die Laune verdirbt, wenn ich einen solchen mit meinem Namen drauf erhalte.

Förmliche Zustellung

Ich also gedacht, dass ich (erneut) schneller war, als die Empfehlungsschilder angeben. Das wäre unschön, der ich derzeit wegen angehender Unbelehrbarkeit auf Bewährung bin und bei einem weiteren Verstoß mit mehr als 26km/h innerhalb der kommenden 18 Monate vorerst laufen muss.

Um das Öffnen komme ich eh nicht herum, also aufgemacht das Dreckspapier…gefreut, weil das Kennzeichen meines Motorrades genannt wurde, nicht das meines Autos. Das Mopped ist seit letztem August nicht mehr gefahren worden, kann also mal kein Bußgeld sein.

Es stellte sich heraus, dass die Geier mit 28,80 für das lächerliche Schreiben berechnen, da Sie mich dran erinnern wollen, dass ich mit meinem derzeit, wegen Versicherungswechsel, nicht versicherten Motorrad nicht fahren darf. Vielen Dank, Ihr Honks! Das ist mir bekannt, die 28,80 hättet Ihr euch (mir!) sparen können!

Ich habe meine Versicherung fürs Möp zum 31.12.2011 gekündigt, um zu einer anderen zu wechseln, welche das ist und zu welchen Konditionen ist bereits alle geklärt, nur versichert ist das Möp halt noch nicht. Das Kennzeichen will ich behalten, eine Abmeldung macht also keinen Sinn. Einsatzbereit ist das Möp aber gerade auch nicht, sonder steht in Teilen in der Garage, da die Drossel noch rein muss.

Ich wusste nicht mal, dass ich ein Fahrzeug nicht unversichert, aber zugelassen in der Garage stehen haben darf, ohne gleich gelangt zu werden…krass.

George

So, bin wieder im Lande, am Leben, allerdings ein einziges Stück Muskelkater. Der Lauf war cool (im wahrsten Sinne des Wortes), leider teilweise schlecht organisiert, so gingen fast ausnahmslos an allen Verpflegungsstationen sowohl das Wasser, als auch die Becher aus.

Halte ich für ein No-Go, da kommen die Läufer aus teilweise 4°C kaltem Wasser und laufen dann noch extra schnell, um zu den Wärmestationen zu gelangen und vor Ort gibt es dann keinen heißen Tee, weil kein Wasser mehr da ist..peinlich.

An den Hindernissen gab es teilweise Wartezeiten von bis zu 20 Minuten, was summiert bei mir etwa 50 Minuten ergeben hat. Hätte man auch besser machen können. Krass waren die “Matschgruben”, die in dem unten eingebetteten Video (ab 03:47) noch recht leer und moderat erscheinen, nach 300 Paar Füßen aber fast unbezwingbar glatt wurden. Der Rest war ebenfalls gut bezwingbar, die Bergettappe hat mir aber dann doch SEHR zugesetzt…die gefühlten 5000 Höhenmeter (bei 10:10) (diese wurden erreicht, weil ein perverser Folterknecht der Meinung war, dass man den Berg ja nicht nur einmal erklimmen, sondern immer wieder hoch und runter laufen könnte. Ich hatte noch nie ein solch krasses Ziehen in den Oberschenkeln.) Danach kamen keine Überraschungen mehr, bei Kilometer 18 hatte ich die beste Banane meines bisherigen Lebens, hätte ich nicht gedacht, dass die so gut schmecken können :)

Die blanken Fakten: Ich habe für die 25km und 45 Hindernisse 5 Stunden und 41 Mnuten gebraucht. Ich habe ein T-Shirt, eine Medaille, den Musgelkater und die Beulen, um es zu beweisen! :) (Die Zeit ist nicht konkurrenzfähig, das war aber auch nicht mein Ziel)

Für das nächste Mal, sollte es eines für mich geben, werde ich mehr Steigungen trainieren wollen…

George

Es gibt ja Situationen, wo man sich denkt, dass man mal wieder an seine Grenzen gehen muss, um sich zu beweisen, zu was man fähig ist. Um sich zu beweisen, dass man es noch drauf hat und einem der Zahn der Zeit nichts, aber auch GAR nichts anhaben kann. Dies sind die Momente, wo sich Leute für Everest-Besteigungen und Fallschirmsprünge anmelden um sich selbst und ihren Freunden, Bekannten, Verwandten, Facebook-Freunden, Twitter-Followern, Arbeits-Kollegen, bevorzugten Handwerkern, Hausärzten und Friseuren zu zeigen, dass man es noch übel drauf hat.

Ich hab sowas ja gar nicht. (Das mag daran liegen, das ich als Kind in den Topf mit Selbstbewusstsein und Talent gefallen bin).

Vor ein paar Monaten kam ein Arbeitskollege zu mir uns sagte, “hier, da ist so ein Ding”…so hat alles begonnen.

Man könnte zwar vermuten, dass sich hinter diesem Namen eine Neuinterpretation der epischen Filmschlacht mit Männern in Röcken und Fingerfarbe im Gesicht verbirgt, das wäre aber nur die halbe Wahrheit. Eigentlich handelt es sich um einen “Extremlauf”, quasi sowas wie der StrongmanRun, nur eben für Erwachsene. Die Strecke geht über 24km und hat 45 Hindernisse, teilweise über künstliche Hügel, durch Bachläufe, durch Flüsse, oder einfach nur stur geradeaus. Alles dabei, keiner kommt zu kurz.


(Gute Musik :) )

Ich bin ja mal gespannt :) Ob ich hinterher noch in der Lage sein werden, selber heim zu fahren? Wer weiß…auf jeden Fall werde ich anschließend ziemlich kaputt sein :D

Teures Blech

Hier ein Stück Metall, das ich heute erhalten habe…hat 80€ gekostet. Hätte man mit einer mittelmäßig ausgestatteten Werkstatt auch selber hinbekommen, aber nein, das teure an dem Teil, ist der beiliegende Zettel aus dem Laserdrucker. Dieser Zettel macht das Stück Blech zu mehr als einem stupiden Stück Blech.

Durch das Papier wird das Blech zu einer Drossel :) Schon peinlich, dass sowas so teuer sein kann…