Servus,

das Wochenende war mehr als warm und zur Abwechslung stand mal nichts an, was einem anständigen Ausflug mit dem Möp im Weg gestanden hätte. Samstag war zwar anderes geplant, allerdings sollte der Sonntag sowieso schöner werden. Eigentlich wollte ich Sonntag Morgen los und gegen Mittag/Nachmittag zurück sein, allerdings hat das nicht so ganz funktioniert, da der Samstag sich sehr weit in den Sonntag hinein ausgedehnt hat :D

Also am Sonntag erst mal bis 11:00 Uhr in der Heia gelegen und schließlich erst gegen 14:00 losgekommen. Eigentlich wollte ich vor dem Trip noch die Kette nachspannen, allerdings ist dies ohne Montageständer nicht möglich…muss also so gehen.

Jacke an, mein neu erworbenes Vanucci Halstuch und den Vanucci Nierengurt an, den Helm, der seit kurzem ein neues, blau verspiegeltes Visier hat, aufgezogen, aufgestiegen, Handschuhe an und ab auf die Straße. Der aufmerksame Leser wird merken, dass ich keine Hose aufgeführt habe. Dies bedeutet nicht, dass ich es beim Mopped fahren unten rum etwas luftiger mag, sondern dass ich in normaler Jeans gefahren bin. Einige halten dies bei einem Supersportler für unverantwortlich und argumentieren mit extremen Verletzungen bei einem Sturz. Sie mögen Recht haben, ich besitze auch eine Kombiehose, allerdings ziehe ich diese nicht an, wenn ich nur eine kleine Tour plane, einfach aus selbst verachtender Bequemlichkeit.

Genug von der Ausrüstung. Die Tour sollte nach Erbach gehen, von mir Zuhause etwa 60km, fast ausschließlich kurvige Landstraße mit Hügeln und Grün drum herum, super geilo. Anfang etwas ruhiger gefahren, dann aber kurz über die Autobahn…YEHA :D Beschleunigung ist schon cool, wenn man es drauf anlegt. Bin sehr drauf gespannt, wenn die Maschine mal offen ist…kann mir das derzeit nicht wirklich vorstellen…”Wie, es geht noch schneller?!?” :D

Runter von der Autobahn und ab auf die Landstraße. Vorher auf der Arbeit wurde ich schon drauf angesprochen, wann denn endlich die Angstpickel vom Reifen verschwinden. Angestachelt von diesem Kommentar eines Ducati 996 Fahrers also das sportliche Gesicht aufgesetzt und ab in die Kurven. Schräglage funzt super, alles stabil, auch wenn man etwas mehr seitlich an der Maschine hängt :D Die Beschleunigung und das Ansprechverhalten werden nochmal eine ganze Ecke besser, sobald die Maschine “richtig” warm ist. So ging das eine ganze Zeit lang, vom vielen grüßen anderer Moppedler war mein linker Arm mittlerweile etwas taub, aber da muss man wohl durch, wenn man so spät aufbricht. Auf den letzten 15km vor Erbach war dann nochmal etwas dichterer Verkehr, bedingt durch spazieren fahrende Rentner. Glücklicherweise wird die Straße alle paar Meter zweispurig…GRRRRRRR…vorbei am Hindernis :D

In Erbach kurz Station gemacht und anschließend auf mehr oder weniger gleicher Strecke zurück. Erst auf dem Rückweg ist mir aufgefallen, wie oft und wie massiv ich gegen die Geschwindigkeitsbeschränkungen verstoßen habe, zum Glück hat das keiner gesehen :-)

Nach gut zwei Stunden wieder Zuhause gewesen, mit einem Grinsen auf dem Gesicht…das müssen wir bei Gelegenheit mal wiederholen. Zuhause natürlich direkt das Video anschauen wollen, alle die sich jetzt fragen “Video?!” – Ich habe mir einige dieser lustigen kleinen Cams beschafft und eine davon am Möp befestigt. Leider scheint die Cam das AVI zerstört zu haben…leider kein Videobeweis meiner Tour -_-

Aber ein aktuelles (und besseres) Foto möchte ich euch nicht schuldig bleiben.

YZF-R1 RN19 2008

Meine Maschine, mein Helm und mein Rucksack